Was Kyoto vergaß
Hier nun meine (noch immer unvollständige) Liste der Aspekte,
die meiner Meinung nach Eingang in alle kommenden Umweltgipfel finden sollten.
Das Konzept des ökologischen Rucksacks ist eigentlich uralt und sollte inzwischen jedem geläufig sein. Dennoch kauft meine Mutter jedes Jahr erneut brasilianischen Zucker, niederländische Paprika, spanische Erdbeeren, italienisches Gebäck, lateinamerikanischen Fisch und chinesische Haushaltsgeräte, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass dieses Zeug um die halbe Welt gereist ist und demnach auf der Ökoskala einen ähnlichen Stellenwert hat wie ein Pickup gegenüber einem Smart. Gerade bei Gemüse sind die preislichen Unterschiede oft marginal und können mühelos ohne tragische Konsequenzen für die Haushaltskasse beglichen werden.
Alljährlich fliegen Hinz & Kunz nach Mallorca, Rom, Budapest, Ancara, Paris und in die Weiten Griechenlands. Die dabei verschleuderten Brennstoffe sind immens und unnötig. Ich selbst versuche schon länger meine Verwandtschaft davon abzubringen diese Belastung von Schwermetallen, Stickoxiden und Sulfiten in die Umwelt zu blasen. Das Ergebnis ist bei den allermeisten Urlaubern eh immer dasselbe: man liegt irgendwo in der Sonne (was erwiesenermaßen auch daheim möglich ist). Bisher blieben meine Bemühungen fruchtlos, anscheinend ist dieser Flugzeuggau nur zu verhindern, wenn sich die breite Masse dieses Transportmittel nicht weiter leisten kann. Mal weitergedacht: Was passiert wenn diese Deppen nicht mehr sinnfrei um die Welt jetten? Vermutlich kämen PKW-Reisen wieder stärker in Mode und alle Autobahnen zwischen Bonn und Dänemark wären von Mai bis September dreispurig durch lärmende, stinkende Strandhocker blockiert. Besser ist dieser auch nicht.
Kann es für die Flugreiseproblematik eine akzeptable Lösung geben? Ich weiß es nicht. Eine harte Nuss für Ökologen!
Aber das Schlimmste kömmt jetzt: Wir Nichtraucher finanzieren dieses Deppentum mit. Wann immer einer dieser Tütchendreher eine Kur oder Entzugsveranstaltung besucht ("Hallo, ich bin der Horst. Rauchen macht mich und meine Familie total krank und kostet verdammt viel Geld. Aber ich bin trotzdem zu blöd damit aufzuhören.") oder wenn er mit Lungenauswurf zwölf Jahre im Krankenhaus liegt, bezahlt die Krankenkasse diese Maßnahmen, und zwar mit unserem Geld. Dabei ist diese "Krankheit" in unverantwortlicher Weise selbst verschuldet. Das ist eine Betrug gegenüber jedem der Krankenkassenbeiträge bezahlt und auf seinen Gesundheitszustand achtet!
Sonarwellen zerstören die Trommelfelle von Meeressäugern. Wodurch jedes Jahr Walgruppen mit ausgebluteten Ohren an der Küste anlanden und langsam sterben. Das ist heutzutage völlig unnötig und gehört abgeschafft.
Nur wird viel zu selten gegen derlei Verbrecher vorgegangen. Warum kann die Polizei nicht mal einen abgelegten Kühlschrank einsammeln, ins Labor stellen und untersuchen?! Zumindest in aktuellen Hightechgeräten sollten sich irgendwelche Hinweise finden lassen, zumal der Müll wahrscheinlich in den meisten Fällen entlang eines vom Täter häufig befahrenen Weges deponiert wird. Kann man sich nicht mal aufstellen und auf gut Glück Fingerabdrücke nehmen oder Befragungen durchführen? Dem ersten Überführten werden dann alle bisher angefallenen Kosten aufgedrückt. Aber nein, die deutsche Gesetzgebung ist dagegen. Hier geht Täterschutz noch immer vor Opferschutz. Wenn man sich mehr auf Verbrecherjagd konzentrieren würde als auf die Strafzettelverteilung (ich bin schon für Ordnung im Straßenverkehr, aber wenn Falschparken günstiger ist als Parkscheinlösen, macht das nicht viel Sinn!), dann könnte man vermutlich auch mal einen Umweltsünder schnappen.
Warum produziert man es dann überhaupt? Weil EU-Bauern dafür bezahlt werden. Und warum stellt man diese industrielle, antiquierte, unqualitative Überproduktion nicht ein?
Die Kapazitäten der weltweiten Ackerflächen reichen doch längst aus, um überall ökologische Landwirtschaft einzuführen. Leider gibt es immer mehr Abnehmer für geschmacksfreies Billiggemüse.
Dass dieses Verhalten weiterhin geduldet wird, zeugt von unserer kapitalistische Abhängigkeit, und so wird das Geld auch weiterhin pro-ökologische Entscheidungen der EU blockieren.
Nachdem die Tiere dann jahrelang gefoltert und verstümmelt wurden kommt als Resultat die Uschi-Glas-Pflegeserie auf den Markt. Mit einem nie da gewesenen Peelingeffekt! Rufen sie sich noch einmal die Bilder und Beschreibungen der Käufer/Kläger in Erinnerung und versuchen sie sich dann die Qualen vorzustellen, denen die flauschigen Vierbeiner ausgesetzt wurden.
Das Ergebnis dieser Überlegungen kann doch nur die Abschaffung von Tierversuchen sein. Lieber warte ich zwei Jahre länger auf die neue Über-20-Anti-Alterungscreme mit Klarspülphase, überarbeiteter Reinigungswirkung und Salzfunktion, als dass irgendein anderes Lebewesen für diese Nichtigkeiten leiden muss. Mir ist bewusst, dass die deutsche Krebsforschung in absehbarer Zeit kein Tierversuchfreies Konzept auftischen kann. Aber für einen neuen Zuschlagstoff in Handseife sehr wohl darauf verzichten!
Großindustrielle in aller Welt dürfen weieterhin Giftmüll verklappen, Biber häuten, Wale schlachten und per Motorschnellboot durch Naturschutzgebiete metzeln, denn die Strafmaßnahmen sind noch immer auf Massentauglichkeit ausgelegt. Das muss sich ändern. Zuoberst müssen sich Geldbußen am Jahresgehalt orientieren. Das Nahen einer finanziellen Krise sollte die meisten Naturverachter von Schlechtigkeit und Besserungsbedarf ihrer Handlungen überzeugen.
Bei großen Vergehen und Wiederholungstätern werden dann Freiheitsstrafen verhängt. Außerdem muss jeder Verurteile einen Entsprechenden Weiterbildungskurs besuchen. "Das wusste ich nicht" darf keine Standartausrede sein. Vor allen Dingen aber gehört ökologische Erziehung in unser Bildungssystem. Als ich die Grundschule besuchte bezog ich mein Umweltbewusstsein überwiegend aus Mickey-Maus-Heften. Dass ein Comic höhere Informationsstandards setzt als das gesamte Schulsystem sollte unserem Bildungsministerium einen Schlag in den Wildschwein-Gefütterten Magen versetzen.
Meine Wunschvorstellung: das gebildete, mitdenkende Volk. Eltern die aufhören zu Rauchen weil sie wissen, dass es die Entwicklung ihrer Kinder beeinträchtigt. Parkbesucher die auf den Wegen bleiben, Tiere nicht füttern und auch keine Früchte oder andere Pflanzenteile abreißen. Nicht weil es verboten ist, sondern weil sie wissen, dass es falsch wäre. Konsumenten die auf spanisches Obst und holländisches Gemüse zu Gunsten einheimischer (?Bio-)Feldfrüchte verzichten. Wäre das nicht toll, ein Volk das richtig handelt, ohne dass es durch Ge- und Verbote dazu ermahnt werden müsste?! (Eine überaus fromme Illusion freilich. In einer Welt da die Menschen per Gesetzerlass davon abgehalten werden müssen sich gegenseitig die Habe zu stehlen und/oder umzubringen!?)
Es gibt viele Möglichkeiten den persönlichen ökologischen Rucksack leicht zu halten (Energiesparlampen, Pullover vs. Heizung, Fahrrad vs. Automobil, klingelt's?) die oftmals ungenutzt bleiben, schlicht durch Bequemlichkeit und Ignoranz des Verbrauchers. Daher ist meine Prämisse: Ökologie ins deutsche Bildungssystem. Klärt das Volk auf!
Insbesondere Japaner und Norweger harpunieren Wale und schlitzen ihnen die Bäuche auf. In Schulen und Universitäten (!) werden Frösche, Mäuse und andere wehrlose Tiere vivisiziert, wobei die Schnippelnden in der Regel keinen akademischen Nutzen daraus ziehen. Ich will sagen der Lernerfolg wäre ohne das Zerschneiden lebender Tiere zumeist ebenso groß. Dass sich diese scheinheilige Wissenschaftlichkeit in jeder Artenschutzkommission durchsetzen kann ist schon schändlich genug. Aber warum ist es erlaubt Tiere bei Bewusstsein (und ich bin überzeugt, dass beispielsweise Wale ein solches besitzen) zu verstümmeln und zu tranchieren?
In Zeiten von Krötentunnel, Biokäse, Fair-Trade-Kaffee, Artenschutzabkommen und Hühnereiern aus kontrollierter Freilandhaltung sollte diese Metzelei nicht weiter gestattet werden.
Katalysatoren für LKWs
Was seit über zehn Jahren bestens in PKWs funktioniert, sollte auch in der Fabrikation von Lastkraftwagen möglich sein. Täglich schleppen hunderttausende von Brummis schwere Lasten quer durch Europa und blasen dabei Tonnen von Ruß und Abgasen ungefiltert in unsere Umwelt. Katalysatorenzwang könnte einen großen Anteil der angerichteten Verschmutzung verhindern.Der ökologische Rucksack
Kann man seine Mitbürger an die Hand nehmen und zu Umweltgerechtem Konsum erziehen? Offensichtlich muss man es, denn die Einfuhr von Gurken aus Holland und Tomaten aus Spanien kann man wohl schlecht verbieten.Das Konzept des ökologischen Rucksacks ist eigentlich uralt und sollte inzwischen jedem geläufig sein. Dennoch kauft meine Mutter jedes Jahr erneut brasilianischen Zucker, niederländische Paprika, spanische Erdbeeren, italienisches Gebäck, lateinamerikanischen Fisch und chinesische Haushaltsgeräte, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass dieses Zeug um die halbe Welt gereist ist und demnach auf der Ökoskala einen ähnlichen Stellenwert hat wie ein Pickup gegenüber einem Smart. Gerade bei Gemüse sind die preislichen Unterschiede oft marginal und können mühelos ohne tragische Konsequenzen für die Haushaltskasse beglichen werden.
Billigfluglinien verbieten
Schade, geht auch nicht.Alljährlich fliegen Hinz & Kunz nach Mallorca, Rom, Budapest, Ancara, Paris und in die Weiten Griechenlands. Die dabei verschleuderten Brennstoffe sind immens und unnötig. Ich selbst versuche schon länger meine Verwandtschaft davon abzubringen diese Belastung von Schwermetallen, Stickoxiden und Sulfiten in die Umwelt zu blasen. Das Ergebnis ist bei den allermeisten Urlaubern eh immer dasselbe: man liegt irgendwo in der Sonne (was erwiesenermaßen auch daheim möglich ist). Bisher blieben meine Bemühungen fruchtlos, anscheinend ist dieser Flugzeuggau nur zu verhindern, wenn sich die breite Masse dieses Transportmittel nicht weiter leisten kann. Mal weitergedacht: Was passiert wenn diese Deppen nicht mehr sinnfrei um die Welt jetten? Vermutlich kämen PKW-Reisen wieder stärker in Mode und alle Autobahnen zwischen Bonn und Dänemark wären von Mai bis September dreispurig durch lärmende, stinkende Strandhocker blockiert. Besser ist dieser auch nicht.
Kann es für die Flugreiseproblematik eine akzeptable Lösung geben? Ich weiß es nicht. Eine harte Nuss für Ökologen!
Rauchen verbieten, zumindest in der Öffentlichkeit
Ja, der Punkt passt nicht ganz in die Reihe, da die daraus entstehende Umweltbelastung weit geringer ist als die einer Autourlaubsfahrt. Eigentlich tangiert mich die gesundheitliche Entwicklung meiner Mitmenschen nicht, aber hier ist auch mein eigenes Wohlbefinden gefährdet. Man merkt das ja jeden Tag: Dicker Zigarrettenqualm in Bars, Cafés und Restaurants, im Einkaufzentrum und auf dem Markt, im Bahnhof, auf der Straße, bei einigen Zurückgebliebenen sogar im Büro. Unsere aktuelle Bundesregierung hat sich ja neulich öffentlich der Raucherlobby gebeugt, da sie Geld im Land lässt. Nach der "umstrittenen" Gesundheitsreform ein weiterer Beweis, dass Geld weit wichtiger als Gesundheit ist. (Hat eigentlich noch jemand daran gezweifelt?) Selbst die USA gehen konsequenter mit Tabakkonsumenten um! Und die sind in Umweltfragen wahrlich kein Vorbild.Aber das Schlimmste kömmt jetzt: Wir Nichtraucher finanzieren dieses Deppentum mit. Wann immer einer dieser Tütchendreher eine Kur oder Entzugsveranstaltung besucht ("Hallo, ich bin der Horst. Rauchen macht mich und meine Familie total krank und kostet verdammt viel Geld. Aber ich bin trotzdem zu blöd damit aufzuhören.") oder wenn er mit Lungenauswurf zwölf Jahre im Krankenhaus liegt, bezahlt die Krankenkasse diese Maßnahmen, und zwar mit unserem Geld. Dabei ist diese "Krankheit" in unverantwortlicher Weise selbst verschuldet. Das ist eine Betrug gegenüber jedem der Krankenkassenbeiträge bezahlt und auf seinen Gesundheitszustand achtet!
U-Boot-Sonar verbieten
Der Kalte Krieg ist vorbei! Wenn jetzt Putin und Waldi Bush mit dem Sandkastengeplärre aufhörten, könnten wir die Halbe Marine, zumindest aber sämtliche Sonarsysteme und Kriegs-U-Boote einmotten.Sonarwellen zerstören die Trommelfelle von Meeressäugern. Wodurch jedes Jahr Walgruppen mit ausgebluteten Ohren an der Küste anlanden und langsam sterben. Das ist heutzutage völlig unnötig und gehört abgeschafft.
Müllverklappung im Ozean bestrafen
Die entsprechenden Gesetze gibt es bereits zu großen Teilen, sie müssten nur wesentlich verschärft und durchgesetzt werden. Ich fordere horrende Geld- und Freiheitsstrafen für Umweltsünder. Es existiert keine auch nur halb akzeptable Entschuldigung, um Müll ins Wasser zu kippen.Auch Müllbeseitigung im Wald gehört bestraft.
Wer seine Abfallsäcke, Waschmaschinen, Fernseher, Autoreifen, Fahrradteile, seinen Kühlschrank, Herd und die halbe Wohnungseinrichtung in den Wald wirft, gehört hinter Gitter.Nur wird viel zu selten gegen derlei Verbrecher vorgegangen. Warum kann die Polizei nicht mal einen abgelegten Kühlschrank einsammeln, ins Labor stellen und untersuchen?! Zumindest in aktuellen Hightechgeräten sollten sich irgendwelche Hinweise finden lassen, zumal der Müll wahrscheinlich in den meisten Fällen entlang eines vom Täter häufig befahrenen Weges deponiert wird. Kann man sich nicht mal aufstellen und auf gut Glück Fingerabdrücke nehmen oder Befragungen durchführen? Dem ersten Überführten werden dann alle bisher angefallenen Kosten aufgedrückt. Aber nein, die deutsche Gesetzgebung ist dagegen. Hier geht Täterschutz noch immer vor Opferschutz. Wenn man sich mehr auf Verbrecherjagd konzentrieren würde als auf die Strafzettelverteilung (ich bin schon für Ordnung im Straßenverkehr, aber wenn Falschparken günstiger ist als Parkscheinlösen, macht das nicht viel Sinn!), dann könnte man vermutlich auch mal einen Umweltsünder schnappen.
Nahrungsmittelverbrennung verbieten
Noch immer wird, besonders in Nordamerika und Europa, ein großes Sortiment von Nahrungsmittel überproduziert, das dann eingefroren oder verbrannt wird. Die Fleischberge, die in Tiefkühlhallen der EU zwischengelagert wird, könnten uns gut fünf Jahre lang ernähren. Und unsere Getreideproduktion sollte Afrika locker vom Hungern abhalten. Tatsächlich aber wird der Überschuss letztendlich kompostiert oder geht in Rauch auf.Warum produziert man es dann überhaupt? Weil EU-Bauern dafür bezahlt werden. Und warum stellt man diese industrielle, antiquierte, unqualitative Überproduktion nicht ein?
Die Kapazitäten der weltweiten Ackerflächen reichen doch längst aus, um überall ökologische Landwirtschaft einzuführen. Leider gibt es immer mehr Abnehmer für geschmacksfreies Billiggemüse.
Dass dieses Verhalten weiterhin geduldet wird, zeugt von unserer kapitalistische Abhängigkeit, und so wird das Geld auch weiterhin pro-ökologische Entscheidungen der EU blockieren.
Gleiches gilt übrigens für die Fischerei. Die Fangkapazitäten haben das Umweltverträgliche Maß schon vor über einhundert Jahren überschritten und sollten daher weiter eingeschränkt werden anstatt Fischmehl und Schweinefutter zu produzieren.
Tierversuche verbieten
Heutzutage kann jeder Dorftrottel ein Chemieunternehmen gründen und übers Internet Container mit Kaninchen, Mäusen, Ratten und anderen Wirbeltieren bestellen.Nachdem die Tiere dann jahrelang gefoltert und verstümmelt wurden kommt als Resultat die Uschi-Glas-Pflegeserie auf den Markt. Mit einem nie da gewesenen Peelingeffekt! Rufen sie sich noch einmal die Bilder und Beschreibungen der Käufer/Kläger in Erinnerung und versuchen sie sich dann die Qualen vorzustellen, denen die flauschigen Vierbeiner ausgesetzt wurden.
Das Ergebnis dieser Überlegungen kann doch nur die Abschaffung von Tierversuchen sein. Lieber warte ich zwei Jahre länger auf die neue Über-20-Anti-Alterungscreme mit Klarspülphase, überarbeiteter Reinigungswirkung und Salzfunktion, als dass irgendein anderes Lebewesen für diese Nichtigkeiten leiden muss. Mir ist bewusst, dass die deutsche Krebsforschung in absehbarer Zeit kein Tierversuchfreies Konzept auftischen kann. Aber für einen neuen Zuschlagstoff in Handseife sehr wohl darauf verzichten!
Drakonische Bußgelder und Freiheitsstrafen
Das deutsche Rechtssprechungssystem ist komplex und Täter-orientiert. Und wenn ein Umweltdepp von unseren Ordnungshütern dabei erwischt wird, wie sein MC-Doof-Getränkebecher auf den Boden kollert, fällt die erzieherische Maßnahme selten größer aus als "Auweia! Det heben se aber wieder auf."Großindustrielle in aller Welt dürfen weieterhin Giftmüll verklappen, Biber häuten, Wale schlachten und per Motorschnellboot durch Naturschutzgebiete metzeln, denn die Strafmaßnahmen sind noch immer auf Massentauglichkeit ausgelegt. Das muss sich ändern. Zuoberst müssen sich Geldbußen am Jahresgehalt orientieren. Das Nahen einer finanziellen Krise sollte die meisten Naturverachter von Schlechtigkeit und Besserungsbedarf ihrer Handlungen überzeugen.
Bei großen Vergehen und Wiederholungstätern werden dann Freiheitsstrafen verhängt. Außerdem muss jeder Verurteile einen Entsprechenden Weiterbildungskurs besuchen. "Das wusste ich nicht" darf keine Standartausrede sein. Vor allen Dingen aber gehört ökologische Erziehung in unser Bildungssystem. Als ich die Grundschule besuchte bezog ich mein Umweltbewusstsein überwiegend aus Mickey-Maus-Heften. Dass ein Comic höhere Informationsstandards setzt als das gesamte Schulsystem sollte unserem Bildungsministerium einen Schlag in den Wildschwein-Gefütterten Magen versetzen.
Meine Wunschvorstellung: das gebildete, mitdenkende Volk. Eltern die aufhören zu Rauchen weil sie wissen, dass es die Entwicklung ihrer Kinder beeinträchtigt. Parkbesucher die auf den Wegen bleiben, Tiere nicht füttern und auch keine Früchte oder andere Pflanzenteile abreißen. Nicht weil es verboten ist, sondern weil sie wissen, dass es falsch wäre. Konsumenten die auf spanisches Obst und holländisches Gemüse zu Gunsten einheimischer (?Bio-)Feldfrüchte verzichten. Wäre das nicht toll, ein Volk das richtig handelt, ohne dass es durch Ge- und Verbote dazu ermahnt werden müsste?! (Eine überaus fromme Illusion freilich. In einer Welt da die Menschen per Gesetzerlass davon abgehalten werden müssen sich gegenseitig die Habe zu stehlen und/oder umzubringen!?)
Es gibt viele Möglichkeiten den persönlichen ökologischen Rucksack leicht zu halten (Energiesparlampen, Pullover vs. Heizung, Fahrrad vs. Automobil, klingelt's?) die oftmals ungenutzt bleiben, schlicht durch Bequemlichkeit und Ignoranz des Verbrauchers. Daher ist meine Prämisse: Ökologie ins deutsche Bildungssystem. Klärt das Volk auf!
Ausweiden lebender Tiere verbieten
Vor Mittelamerikas Küste werden Haien die Rückenflossen abgeschnitten, die Haie werden alsdann ins Wasser zurückbefördert, wo sie ersticken oder ausbluten.Insbesondere Japaner und Norweger harpunieren Wale und schlitzen ihnen die Bäuche auf. In Schulen und Universitäten (!) werden Frösche, Mäuse und andere wehrlose Tiere vivisiziert, wobei die Schnippelnden in der Regel keinen akademischen Nutzen daraus ziehen. Ich will sagen der Lernerfolg wäre ohne das Zerschneiden lebender Tiere zumeist ebenso groß. Dass sich diese scheinheilige Wissenschaftlichkeit in jeder Artenschutzkommission durchsetzen kann ist schon schändlich genug. Aber warum ist es erlaubt Tiere bei Bewusstsein (und ich bin überzeugt, dass beispielsweise Wale ein solches besitzen) zu verstümmeln und zu tranchieren?
In Zeiten von Krötentunnel, Biokäse, Fair-Trade-Kaffee, Artenschutzabkommen und Hühnereiern aus kontrollierter Freilandhaltung sollte diese Metzelei nicht weiter gestattet werden.