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Jurassic Park
Reste von Kleber und Preisschildern entfernen

Wenn man, wie ich, Merchandise-Artikel oder auch Brettspiele, Bücher, Videos, Cartridge-Spiele oder ähnliche Gegenstände des öffentlichen Warenverkehrs sammelt, muss man natürlich hin und wieder hässliche Aufkleber entfernen. Gerade unter den Verpackungen auslaufender Serien ist diese Beschilderung oft lästig und inflationär (Sonderpreis, Reduziert!, Aktionspreis, Jetzt zugreifen!, etc.). Meist bleiben dabei Reste vom Kleber und der Preisschilder zurück.

Es gibt im Prinzip zwei Arten Kleber, der bei Preisschildern zum Einsatz kommt: der klassische leichtlösliche und die Gummierung. Letztere wird in sämtlichen Zeitschriften zum Festleimen von Heft-DVDs oder anderen Gimmicks verwandt. Es lässt sich eigentlich sehr leicht lösen, da der Gummi ja nicht selbst klebt, sondern nur kohäsiv anhaftet. Wenn doch mal etwas zurück bleibt, kann man es schon mit dem Fingernagel leicht abziehen.

Der leichtlösliche Klebstoff wird auch heute noch unter fast allen Preisschildern benutzt, nur dass heute die zu etikettierende Oberfläche (z.B. Hochglanzcover von Zeitschriften) für gewöhnlich mit einem dünnen Kunststofffilm imprägniert ist und somit eine leichte Entfernung des Etiketts ermöglicht. Wenn aber diese Schildchen erst einmal ein paar Jahre kleben, werden sie zum lösemittelfreien Brei oder trocknen gar ein, wodurch sie praktisch unentfernbar werden.
 Gegen die Trockenform habe ich noch kein adäquates Mittel gefunden, der Dreck nimmt kein Wasser auf und mit Alkohol will man die Sammlerobjekte in der Regel nicht behandeln, da es die Farben zerstört. Wer hierfür eine ordentliche Strategie entdeckt, möge mir bitte mailen!

Solange der Kleister sich aber noch bewegen lässt, kann er mit einigem Aufwand Rückstands-frei entfernt werden:

  • Zuerst vorsichtig mit einem Messer das Preisschild an einer Ecke anheben und abziehen. Oftmals gelingt dies nur halb, was uns aber nicht entmutigen soll. Auf keinen Fall an kleinen Papierrestchen herumstochern! Viel zu häufig reißt man damit die Verpackung ein. Lieber erst den Kleber bis zum Papier entfernen, wenn dann wieder ein ordentlicher Ansatz für das Messer existiert kann man weiter am Aufkleber zupfen.
  • Jetzt wird der Kleberrest mit einem schwach angefeuchteten Ledertuch sanft abgerieben (da ich feuchte Hände habe, kann ich das auch mit den Fingern machen). Ruhig auch ein bisschen aufdrücken, aber eben nicht zu stark. Dabei immer nur in eine Richtung wischen! Der Lappen nimmt dabei Stück für Stück den Kleber auf, da seine Porosität höher ist und die aneinander haftenden Moleküle ins Leder-Gewebe gedrückt werden. Wenn man stets eine geringe Feuchtigkeit aufrechterhält, bleibt der Kleber halbwegs geschmeidig und ist nach mehr oder minder langer Bearbeitungszeit komplett im Tuch. Fertig!

Das funktioniert übrigens auch ganz prima gegen ältere Beklebung, es dauert nur halt etwas länger.

Warum nimmt man kein Stoff-Tuch? Weil es fusselt! Probiert es doch mal mit einem Geschirrtuch, nach kurzem wird sich die Klebefläche mit Baumwollfasern zusetzen.

Bilder folgen!

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Kleber Sammlerstück

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